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TagNacht Gastroguide 2011/2012

„Wenn die Passion zur Profession wird, dann ist das ein Glücksfall. Dieser scheint hier eingetreten zu sein, denn seit langen Jahren nun schon organisiert dieses Team ein schwungvolles Catering, das sich ganz den Bedürfnissen der Medienstadt Köln verschrieben hat. Extravagant und mit Bedacht ausgewählte Zutaten, so in etwa lauten die Prämissen der Buffetzusammenstellung.“

Interview zum Thema "Fingerfood", WDR 5, 1999

F: Was versteht man unter "Fingerfood"?

A: Fingerfood ist ein kulinarisches und dazu ein optisches Kunstwerk. Es ist ein vollendetes Gericht in Miniaturform. Jeder, ob alt, jung, etabliert oder eher unkonventionell ist sofort verliebt in verkleinerte Dinge. Denken sie nur an das Entzücken, die Babyschühchen oder verkleinerte Gebrauchsgegenstände auslösen können. Dazu liegen diese kleinen Gerichte in gleicher Form vervielfältigt nebeneinander. Sie greifen zu, ohne eine gesamte Dekoration zu zerstören. Ein Tablett ist leer, darunter ist ein nächstes in gleicher Schönheit. Lange bleibt Ihnen ein perfektes Bild erhalten.

F: Was ist das Besondere an "Fingerfood", welche Bedeutung liegt ihm inne?

A: Fingerfood essen bedeutet eine sinnlichere Art des Genusses, weil Messer und Gabel aus dem Spiel bleiben. Der Griff mit der Hand zum Mund bricht ein lang gepflegtes Tabu vom anständigen Essen. Die hohe Ästhetik liegt im Produkt und hebt den Status jeder Veranstaltung, läßt aber mehr Lockerheit und Leichtigkeit im Umgang untereinander zu.

F: Ihre Grundbasis zur Herstellung der "Fingerfood"?

A: Die Zutaten müssen frisch und von äusserster Qualität sein und mich dazu einladen, sie vielseitig gestaltbar werden zu lassen - in Form, Farben und geschmacklicher Zusammenstellung.

F: Wie kreieren Sie Ihre "Fingerfood"?

A: Ganz unterschiedlich. Anfangs habe ich mehr pragmatisch experimentiert, verkleinert, aufgebaut und zusammengestellt, wie man übt wenn man zum ersten mal ein Haus baut. Heute habe ich Bilder im Kopf, ein Thema im Sinn und einen Geschmack auf der Zunge, ähnlich einer Architektin die erst einer Aufgabenstellung einen Plan folgen läßt, der dann realisiert werden kann. Das Gespür für Trends erfühle ich bei meinen Kunden, bei Veranstaltern und meinen Mitarbeiter/innen.

F: Wie individuell gestalten Sie für Ihre Kunden?

A: Das ist wie in der Modebranche. Es gibt gute Konfektion von der Stange. Das muß sein und ist auch eine Kunst, gute Qualität bezahlbar zu machen. Das bieten wir auch. Die große Herausforderung ist für mich das maßgeschneiderte Produkt. Das Produkt, das nicht überall erhältlich ist und speziellen Anlässen, Personen und Räumen gerecht werden kann.

F: Ihre eigene Zukunftsperspektive, Ihre Absichten?

A: In unseren größeren Räumen bieten sich uns mehr Entfaltungsmöglichkeiten. Wir werden veranstalterisch vielseitiger sein. Wir arbeiten mit vielen Raumvermietern zusammen. Wir werden größere Veranstaltungen betreuen können, nicht nur wenn es ums Essen und Trinken geht, sondern auch in der Gestaltung von Räumen und bei der Gestaltung von Programmen. Wir arbeiten im lockeren Verbund mit einem Eventveranstalter, einer Musikagentur, Raumvermietern, Dekorateuren und etlichen Gastronomen zusammen. Da wir jetzt ein kleines Restaurant in der Innenstadt betreiben, können Sie jederzeit zum Probeessen vorbeikommen.